Für mehr Sicherheit von Fischereibeobachtern: MSC kündigt neue Forschungsfinanzierung an

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Foto: Schiffe auf Wasser © David Frampton auf Pixabay
Foto: Schiffe auf Wasser © David Frampton auf Pixabay

 
 
 

Der Marine Stewardship Council (MSC) verstärkt sein Engagement; weltweit wird der Ruf nach besserem Schutz für Beobachter auf See lauter.

(lifePR) ( Berlin,  Juli 20 ). Der Marine Stewardship Council hat heute neue Finanzmittel zur Unterstützung von Forschungsvorhaben im Bereich der Sicherheit von Fischereibeobachtern angekündigt. Die international tätige gemeinnützige Organisation – Standardsetzer für nachhaltige Fischerei – hofft, die Fortschritte bei der Sicherheit von Beobachtern auf See, beschleunigen zu können. Beim Schutz unserer Ozeane kommt Fischereibeobachtern eine bedeutsame Rolle zu.

Der Schritt folgt auf die Todesnachricht von einem Beobachter auf einem Schiff, das im westlichen Zentralpazifik auf MSC-zertifizierter Fangfahrt war. Der schockierende und tragische Tod von Eritara Aati Kaierua an Bord der „Win Far 636“ im Pazifik im März 2020 wird in Tarawa (Kiribati), noch immer polizeilich untersucht. Mehrfach gab es Berichte über Gefahren, denen Beobachter weltweit bei ihrer Tätigkeit auf hoher See ausgesetzt sind.

Beobachter spielen eine bedeutende Rolle bei der Überwachung und Kontrolle kommerzieller Fischereiaktivitäten. Im Auftrag von Regionalen Fischereimanagementorganisationen konzentriert sich ihre Arbeit vor allem auf das Sammeln von Daten. Nach Angaben der Beobachtervereinigung Association of Professional Observers kann es hierbei jedoch zu Bestechungs-, Einschüchterungs- und Gewaltversuchen gegenüber Beobachtern kommen. Das liegt nicht zuletzt an der isolierten Lage, der Beobachter ausgesetzt sind, als auch an ihrer Kontrolltätigkeit an sich.

Der MSC-Fischereistandard schreibt nicht vor, dass unabhängige Beobachter eingesetzt werden müssen, um als Fischerei zertifiziert zu werden. In der Realität wird die Arbeit der Beobachter tatsächlich häufig von MSC-zertifizierten Fischereien genutzt. Insbesondere in entlegenen Teilen der Welt arbeiten Fischereien mit Beobachtern zusammen, um ihre nachhaltige Arbeitsweise mit unabhängig erhobenen Daten belegen zu können.

Der MSC verurteilt jegliche Gewalt oder Einschüchterung von Beobachtern als völlig inakzeptabel. Als Teil seines Beitrags zu den gemeinsamen Anstrengungen von Fischereiindustrie, Menschenrechtsorganisationen, Regierungen und Aufsichtsbehörden, die Sicherheit von Beobachtern zu erhöhen, stellt der MSC 100.000 Britische Pfund zur Verfügung. Diese Summe soll für Projekte und Initiativen verwendet werden, die zum Ziel haben, die Sicherheit von Beobachtern auf See zu verbessern. Hierzu gehören auch Initiativen, die sich auf den Einsatz elektronischer Überwachung und anderer Technologien zur Unterstützung von Beobachtern konzentrieren.

Die Mittel werden über den „Ocean Stewardship Fund“ des MSC vergeben.

Dieser MSC-Beitrag kommt zu einem Zeitpunkt, zu dem das Thema „Sicherheit von Beobachtern auf See“ an Bedeutung gewinnt. So gibt es entsprechende Kampagnen von Greenpeace und der Association of Professional Observers, sowie die Veröffentlichung eines aktuellen Berichts der Organisation Human Rights at Sea.

Der Vorsitzende der Geschäftsführung des MSC, Rupert Howes, sagte:
„Regierungen, Regulierungs- und Strafverfolgungsbehörden müssen mehr tun, um die Sicherheit von Beobachtern zu gewährleisten. Wir als MSC – als Teil einer Gemeinschaft für nachhaltigen Fisch und Meeresfrüchte – sehen zugleich, dass auch wir unseren Teil beitragen müssen. Wir wollen dies so praktikabel wie möglich gestalten, indem wir diejenigen unterstützen, die in diesem Bereich bereits tätig sind und vielversprechende Initiativen testen.

Wir glauben, dass wir durch die Zusammenarbeit mit anderen dazu beitragen können, die Menschenrechte der Beobachter zu schützen und sie bei ihrer notwendigen wichtigen Arbeit zum Schutz unserer Ozeane zu unterstützen.“