Mein Schiff 3 verlässt Cuxhaven – Alle Beteiligten ziehen positives Fazit der Zusammenarbeit

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Foto: Mein Schiff 1 im Orient ©Hartmut910/ pixelio.de.
Foto: Mein Schiff 1 im Orient ©Hartmut910/ pixelio.de.

 
 
 

Nach mehr als einem Monat Liegezeit in Cuxhaven verabschiedet sich heute die Mein Schiff 3 von der Stadt an der Nordsee. Das Kreuzfahrtschiff von TUI Cruises hatte am Dienstag, 28. April 2020 festgemacht, um einem Großteil der Besatzung die Rückreise nach Hause zu ermöglichen. Insgesamt sind in den vergangenen Wochen 1.900 der zuvor 2.900 Besatzungsmitglieder aus über 60 verschiedenen Nationen in ihre Heimatländer zurückgeflogen. Insgesamt 11 Chartermaschinen hatte TUI Cruises dafür organisiert. Zuvor war eine Rückkehr in Folge der weltweiten Reiserestriktionen nicht möglich gewesen.

Nach einem, am 30. April bekannt gewordenen COVID-19-Fall an Bord der Mein Schiff 3, wurde die gesamte Besatzung getestet, um eine weitere Ansteckung auszuschließen. Dabei arbeitete TUI Cruises eng mit den Behörden, dem Hafenärztlichen Dienst des Landkreises Cuxhaven, dem Gesundheitsamt Niedersachsen, der Helios Klinik Cuxhaven und den AMEOS Kliniken zusammen. Insgesamt neun Crewmitglieder hatten sich mit dem Virus infiziert. Sie wurden umgehend von Bord gebracht und isoliert. Allen Betroffenen geht es gut. Das Havariekommando koordinierte den Einsatz der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) und unterstützte so in Amtshilfe den Landkreis Cuxhaven. Unter Leitung des Havariekommandos wurde ein PSNV-Team, bestehend aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Deutschen Seemannsmission, TUI Cruises und PSNV-Fachberatern des Havariekommandos für die Betreuung der isolierten Crewmitglieder an Land und der Besatzung an Bord eingesetzt.

„Dank der guten und sehr kooperativen Zusammenarbeit mit allen Beteiligten konnten wir unser Vorhaben, die Crew nach Hause zu bringen erfolgreich fortsetzen. Das war ein Kraftakt, den wir aber gemeinsam gemeistert haben“, sagt Wybcke Meier, CEO von TUI Cruises. Neben den Behörden vor Ort, waren auch noch die Landespolizei Niedersachsen, die Bundespolizei und der Zoll involviert.

Auch Landrat Kai-Uwe Bielefeld zeigt sich erleichtert, dass das humanitäre Ziel des Anlaufs in Cuxhaven, sehr vielen Crewmitgliedern die Heimreise zu ermöglichen, erreicht werden konnte. „Durch die unerwarteten neun Covid-19 Fälle an Bord entstand zeitweilig eine wirklich herausfordernde Situation. Ich danke allen Beteiligten, die in einem weit überdurchschnittlichen Maß an Einsatzwillen und Pragmatismus gemeinsam dieses Ziel erreicht haben. Weiter allzeit gute und gesunde Fahrt für die Mein Schiff 3!“

Die Mein Schiff 3 verlässt Cuxhaven in Richtung Deutsche Bucht. Dort wird sie bis zur Wiederaufnahme des Schiffsbetriebs vor Anker liegen.