Masern, Mord und Schweinegrippe – Nicht nur das Coronavirus ist ein Grund für Kreuzfahrt-Quarantänen

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Köln, März 2020 (w&p) – Extremsituation an Bord: Im Februar durften rund 3.000 Menschen für zwei Wochen das Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“ nicht verlassen. Der Grund − das Coronavirus. Doch nicht zum ersten Mal saßen Passagiere an Bord fest. Meravando, der Spezialist für klimaneutrale Kreuzfahrten, informiert über fünf Ausnahmesituationen, bei denen eine Quarantäne auf Kreuzfahrtschiffen angeordnet wurde.

Masern und Scientology

Die „Freewinds“ ist ein Kreuzfahrtschiff der Scientology-Organisation und soll den Anhängern der religiösen Bewegung als spiritueller Rückzugsort dienen. Im Mai 2019 konnten 300 Passagiere des Schiffes ihre Reise nicht fortsetzen und saßen vor dem Hafen der Hauptstadt von Saint Lucia in der Karibik fest. Die Behörden vor Ort verweigerten den Landgang und die Weiterreise, denn an Bord war es zu einem Masernfall gekommen. Die Inkubationszeit der hochansteckenden Infektionserkrankung beträgt zwischen zehn und zwölf Tagen, so dass nach etwa zwei Wochen die Quarantänesituation aufgehoben wurde.

Mord auf hoher See

Was sich nach Kriminalliteratur anhört wurde im Juli 2017 schreckliche Realität: Vor der Küste Alaskas kam es nach dem Mord an einer 37-Jährigen Frau zu einem Lockdown auf dem Kreuzfahrtschiff „Emerald Princess“. Da sich der Todesfall auf amerikanischem Gewässer ereignete, nahm das FBI die Ermittlungen auf. Acht Stunden lang mussten die restlichen Passagiere ausharren, bis sie schließlich von Bord gehen durften. Der Ehemann des Opfers wurde im Zusammenhang mit der Tat verhaftet. Er bekannte sich im Februar 2020 vor Gericht des Mordes an seiner Frau schuldig.

Schweinegrippe bei Crew und Passagieren

Nicht nur Urlauber, auch die Schiffsbesatzung ist gefährdet: Auf dem Kreuzfahrtschiff „Pacific Dawn“ brach im Mai 2010 die Schweinegrippe aus. Vor der australischen Küste vermuteten die örtlichen Behörden bei fünf Passagieren eine Ansteckung mit dem H1N1-Virus. Ein Verdacht, der sich zuvor bereits bei drei Crewmitgliedern erhärtet hatte. Nach knapp einer Woche gab es keine Anzeichen für weitere Infizierungen und die Isolierung der Passagiere konnte aufgehoben werden.

Teilquarantäne wegen Norovirus

Fälle von Norovirus-Erkrankungen auf Kreuzfahrtschiffen sind zwar leider keine Seltenheit, verlaufen aber meistens harmlos. Im Januar 2018 kam es beispielsweise zu einem Ausbruch der akuten Magen-Darm-Erkrankung auf dem Kreuzfahrtschiff „Sea Princess“. Bereits kurz nach dem Ablegen vom Hafen in Wellington erkrankten 200 der insgesamt 2.000 Passagiere. Sie wurden von ihren Mitreisenden getrennt und für 60 Stunden in ihren Kabinen isoliert.

Coronavirus an Bord 

Auch die Kreuzfahrt bleibt von Corona nicht verschont: Aufgrund des neuartigen Coronavirus durften die Passagiere der „Diamond Princess“ für rund zwei Wochen das Kreuzfahrtschiff nicht verlassen. In der Nähe von Tokio wurde der Erreger bei einem Mitreisenden aus Hongkong nachgewiesen. Die japanischen Behörden veranlassten daraufhin die Quarantäne von 3.700 Passagieren und Crewmitgliedern. Eine umstrittene Entscheidung, da sie möglicherweise zu vermeidbaren Neuansteckungen an Bord führte: Die Infektionsgefahr für die zunächst gesunden Passagiere erhöhte sich durch die Quarantänesituation. Nach zwei Wochen durften die Reisenden aus aller Welt das Kreuzfahrtschiff schließlich verlassen. In den Heimatländern erwartete sie allerdings oft weitere Quarantäne-Maßnahmen.

Über Meravando

Klimaneutral auf Kreuzfahrt

Meravando denkt Tourismus neu und vereint Kreuzfahrt mit Klimaschutz. Am Standort Köln arbeitet das Team, bestehend aus Thomas Tibroni, Jörn Michelsen und Fabian Siegberg seit 2019 mit unbändiger Entschlossenheit an seiner Mission, Kreuzfahrten nachhaltig zu gestalten. Im Vordergrund steht dabei das Bedürfnis, ein Umdenken im Kreuzfahrttourismus zu bewirken und gleichzeitig dazu beizutragen, den weltweiten CO2-Ausstoß zu senken. Die über das unabhängige Portal gebuchten Reisen werden in Zusammenarbeit mit der Umweltschutzorganisation myclimate kompensiert und kommen einem Klimaschutzprojekt in Kenia zugute.

Die Gründer sind aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung in den Bereichen Unternehmensentwicklung und E-Business sowie der Zusammenarbeit in anderen Geschäftszweigen ein eingespieltes Team. Mit dem externen Kreuzfahrt-Spezialisten e-hoi.de an ihrer Seite vereinen sie Expertise zum Thema Klimakompensation auf Basis verlässlicher Daten rund um die Schiffsreise.