Foto: Stena E-Flexer © Stena Line GmbH & Co. KG.
Foto: Stena E-Flexer © Stena Line GmbH & Co. KG.

Stena AB zieht die letzten beiden Optionen für den Bau einer siebten und achten Fähre des Typs E-Flexer. Beide Fähren sollen im Stena Line-Netzwerk eingesetzt und 2022 ausgeliefert werden. Gleichzeitig ergänzt Stena RoRo Optionen für den Bau von vier weiteren E-Flexer-Fähren bei der Avic Weihai Werft in China.

„Wir sind sehr glücklich, dass wir über Stena RoRo zwei weitere Neubauten bekommen werden. Wir gehen von einer weiter steigenden Nachfrage nach Frachtkapazität in Nordeuropa aus und unsere neuen Fähren passen perfekt zu den erwarteten Marktentwicklungen und unserer Expansionsstrategie. Wo die neuen Fähren eingesetzt werden haben wir noch nicht entschieden, wir spielen gerade veschiedene Szenarien durch“, sagt Niclas Mårtensson, CEO Stena Line.

Die zusätzliche Bestellung der beiden Fähren und der Optionen ist auch für Stena RoRo ein wichtiger Schritt.

„Diese Schiffe sind das Ergebnis der ausgezeichneten Zusammenarbeit von Stena RoRo und der AVIC Weihai Werft, die uns mit ihrer Kompetenz in Schiffsdesigns überzeugt hat. So wird Stena Line ihre Kapazität optimieren und flexibel im Netzwerk einsetzen können“, sagt Per Westling, Geschäftsführer von Stena RoRo.

Wie schon bei den bereits im Bau befindlichen E-Flexer-Fähren stehen auch bei den neuesten Neubauten Energieeffizienz und Nachhaltigkeit im Fokus.

„Wir möchten unseren Führungsanspruch in nachhaltiger Schifffahrt weiter untermauern und neue Sektorstandards bei Betrieb, Emissionsvermeidung und Kosteneffizienz setzen“, ergänzt Mårtensson.

Die beiden Neubauten werden mit 240 Metern Länge und einer Kapazität von 3.600 Lademetern allerdings etwas größer ausfallen als die ersten drei E-Flexer (214 Meter / 3.100 Lademeter).

„Wir setzen weiter auf unser erfolgreiches RoPax-Konzept, und damit auf Passagier- und Frachtgeschäft. Durch die Standardisierung sichern wir einen zuverlässigen Betrieb bei gleichzeitiger Flexibilität. So können wir unseren Kunden auch in Zukunft das beste Produkt für ihre Bedürfnisse und Ambitionen anbieten“, schließt Mårtensson.

Mit dem neuesten Auftrag hat Stena AB insgesamt acht Schiffe des Typs E-Flexer bei der AVIC Weihai Werft bestellt. Die erste Fähre wird auf der Route Holyhead-Dublin eingesetzt, die nächsten beiden auf der Route Liverpool-Belfast. Drei weitere Fähren werden von Stena RoRo an andere Fährunternehmen verchartert.

Fakten zu den E-Flexer-Fähren 7 und 8

  • Länge: 239,7 m
  • Breite: 27,8 m
  • Tiefgang: 6,4 m
  • Passagierkapazität: 1.200
  • Kabinenanzahl: 263
  • Ladekapazität: 3.600 Lademeter

Stena Line in Deutschland

Seit ihrer Gründung im Jahr 1962 hat sich die schwedische Reederei Stena Line mit aktuell etwa 5.200 Angestellten zu einem der größten Fährunternehmen der Welt entwickelt. Im Jahr 2017 transportierte die Flotte über 7,3 Millionen Passagiere, 1,6 Millionen Autos und 2 Millionen Frachteinheiten zwischen den Niederlanden und Großbritannien, auf der Irischen See sowie auf der Ostsee zwischen Dänemark, Norwegen, Schweden, Polen, Lettland und Deutschland. Die Flotte besteht aktuell aus 35 Schiffen, die Ziele auf 21 Routen anfahren. Darüber hinaus gehören umfangreiche Pauschal- und Serviceangebote zu den Leistungen des Unternehmens. Stena Line operiert in Deutschland von vier Häfen und zwei Standorten aus, der Stena Line GmbH & Co. KG in Rostock und in Kiel.

www.StenaLine.de