Die Osterferien stehen vor der Tür, der Urlaub wird immer öfter auf Kreuzfahrtschiffen verbracht. Smartphone und Tablet sind an Bord Kostenfallen: auf Kreuzfahrtschiffen können für die Handy- und Internetnutzung hohe Gebühren anfallen, warnt der Preisvergleicher Verivox.

Folgendes ist für Reisende wichtig zu wissen:

Bordnetze unterliegen nicht der EU-Kostenregulierung für das Telefonieren und Surfen – auch dann nicht, wenn die Kreuzfahrt in EU-Regionen stattfindet.

Reedereien und Fluggesellschaften betreiben in der Regel eigene Netze, die für Nutzer sehr teuer sein können. Diese sind teilweise Hybridsysteme aus einem Satelliten-Zugang und Bodenstationen. Wer nicht aufpasst, wählt sich schon im Hafen in so ein teures Netz ein.

Wie hoch sind die Preise, die bei der Nutzung an Bord anfallen?

Bis zu 7 Euro pro Minute sind auf Schiffen möglich, auch für ankommende Anrufe. Ein Megabyte (MB) kann auf See bis zu 30 Euro teuer sein – zum Vergleich: In Deutschland kostet dieselbe Datenmenge rund einen Cent.

Ein MB reicht beispielsweise, um 20 E-Mails ohne Fotos zu versenden oder zu empfangen oder fünf Webseiten zu öffnen. Ein einziges, nicht komprimiertes Foto kann schon deutlich größer sein. Wer Musik übers Internet hört, verbraucht pro Minute bis zu ein MB; Videostreaming ist noch deutlich verbrauchsintensiver. Erfahrungsgemäß ist die begrenzte Bandbreite auf Schiffen kaum für datenintensive Anwendungen geeignet.

Tipp: Frühes Aufstehen kann sich lohnen, dann müssen Sie die Bandbreite mit weniger Nutzern teilen. Um entspannter und kostengünstiger zu surfen, laden Sie die Webseiten auf dem Handy am besten in der mobil optimierten Version. So verbrauchen Sie weniger Daten.

Zwei Beispiele bekannter Reedereien:

Auf Aida-Schiffen zahlen Reisende innerhalb Europas für 150 MB Surfvolumen 15 Euro, außerhalb Europas gibt es für 15 Euro nur 100 MB.

Bei Costa werden 32 Euro für 250 MB Datenvolumen fällig, unabhängig vom Reiseziel. Für Social-Media-Flatrates zur Nutzung von Facebook, Instagram und Co. fallen in der Regel knapp fünf Euro pro Tag an – Videotelefonate sind allerdings ausdrücklich ausgenommen. Buchen lassen sich die Surfpakete direkt auf dem Schiff; bezahlt wird in aller Regel per Kreditkarte.

Einige Anbieter haben auch Surf-Pauschalen im Angebot. Das gibt Sicherheit, hat aber seinen Preis: Die Kosten liegen bei bis zu 200 Euro für 14 Tage. Achtung: Bei manchen Schiffsnetzen wird preislich zwischen Kreuzfahrtschiffen und Fähren unterschieden. Auch die an Bord fest installierten Telefone werden meist zu den teuren Schiffsnetz-Preisen abgerechnet. Surfer sollten darauf achten, sich auszuloggen, sonst laufen die Kosten unter Umständen weiter.

Drei Tipps zur Vermeidung von Kostenfallen:

1. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte das Handy schon vor Betreten des Schiffes in den Flugmodus schalten. Das Schiffs-WLAN lässt sich später separat wieder anschalten. Weil die meisten Betreiber von Schiffsnetzen Roaming-Abkommen mit den deutschen Netzbetreibern geschlossen haben, sind ihre Netze ohne zusätzliche Anmeldung sofort verfügbar, meist schon im Hafen.

2. Es ist unbedingt zu empfehlen, sich bei der Reederei nach den Preisen der verfügbaren Pakete zu erkundigen und dann zu entscheiden, ob man sich das leisten möchte. Die verfügbaren Netze müssen übrigens nicht so heißen wie die Reederei, Sie sollten sicherheitshalber nachfragen. Die von der Reederei festgelegten Preise haben nichts mit den „normalen“ Roamingkosten zu tun und liegen meist viel, viel höher.

3. Automatische Updates, die im Hintergrund laufen, sollten für die Dauer der Schiffsreise möglichst ausgestellt werden. Grundsätzlich sollten Sie die manuelle Netzwahl am Handy bzw. Tablet einstellen, damit sich das Gerät nicht automatisch in eines der teuren Netze einbucht. Das gilt nicht nur für Kreuzfahrten, sondern auch für Reisen in Grenzgebiete: Denn gegebenenfalls ist das vom Handy automatisch gewählte stärkere Netz ein deutlich teureres.

Auch an die Hin- und Rückreise denken

Für die An- oder Abreise gilt: Behalten Sie auch hier die Kosten beim Telefonieren und Surfen im Blick. Innerhalb der EU ist die Handynutzung reguliert – doch es gibt Ausnahmen. Auf Reisen außerhalb der EU sind zusätzliche Datenpakete sehr zu empfehlen, denn die Einstufung im regulären Tarif ist oft die teuerste Surfmöglichkeit.

Hinweis: Dieser Text wurde von dem Preisvergleichsportal Verivox erstellt. Für die Inhalte ist Verivox verantwortlich.